Noch zu Beginn des Jahrtausends erklärten Wissenschaftler, Propagandisten und Politiker triumphierend das es mit dem Konjunktur- und Krisenzyklus der kapitalistischen Ökonomie ein für alle mal vorbei sei. Das Wachstum der Neunziger Jahre werde sich ungebrochen fortsetzen, High Tech, New Economy, weltweite Produktion und Finanzmärkte würden für stetes und schnelles Wachstum sorgen.
Dann kam der Crash an den Börsen, New und Old Economy gingen auf Krisenkurs, Profitwarnungen, Bilanzfälschungen, Pleiten waren und sind an der Tagesordnung. Bereits 2001 steckten die Hauptmächte der Triade – USA, Deutschland, Japan – in einer Rezession und mit ihnen die gesamte globale Wirtschaft.
Die Hoffnungen auf eine schnelle Kehrtwende haben sich längst zerschlagen. Jedermann weiß, der globalen Wirtschaft droht eine länger anhaltende Stagnation, wenn nicht gar Deflation und Depression.
Der globale Kapitalismus (nicht zu verwechseln mit der Marktwirtschaft) hat nicht nur mit seinen kriminellen Qualitäten einen Schock hervorgerufen, er erweist sich auch ökonomisch als
längerfristig leistungsschwach, als ein System der Krise. Diesen Charakter verdankt er seiner grundsätzlichen Struktur, deren Krisencharakter durch die neoliberale Globalisierung noch erheblich
vertieft wurde. Dieses System kann und will seine Erhalter nicht mehr ernähren.
Ich möchte im Rahmen meiner Möglichkeiten dazu beitragen, das jeder Erwerbstätige in unseren Breiten ein menschenwürdiges Leben vom Lohn seiner Arbeit führen kann.